Stimmen aus Wissenschaft,
Wirtschaft und Gesellschaft


Prof. Dr. Reinhard F. Hüttl, Vizepräsident, acatech

„Die Art, wie wir als Gesellschaft produzieren und konsumieren, geht zulasten von Mensch und Umwelt. Das Konzept der Circular Economy zielt darauf ab, dies grundlegend zu verändern, indem Material- und Energiekreisläufe optimiert und - so weit wie möglich und ökologisch sinnvoll - geschlossen werden. Dies geschieht durch ein verbessertes Design von Produkten, eine intensivierte Nutzung und eine optimierte Kreislaufführung am Ende der Lebensdauer. Welche Veränderungsprozesse entlang der gesamten Wertschöpfung dafür notwendig sind und welche wissenschaftlichen Fragestellungen sich daraus ergeben, diskutieren wir in unserer Initiative.“


Prof. Dr.-Ing. Thomas Weber, Vizepräsident, acatech

„In der Circular Economy Initiative Deutschland bringen wir Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen, um sowohl technischen Entwicklungen als auch gesellschaftlichen Dynamiken Rechnung zu tragen. Nur so können wir ein gemeinsames Zielbild für die Circular Economy entwickeln und einen entsprechenden Beitrag zur nachhaltigen Verwendung von Rohstoffen und zur Erreichung der Klimaziele leisten. Zu den zentralen Aufgaben der Initiative gehört, Konzepte zu konkreten Fragestellungen zu erarbeiten und in die Praxis umzusetzen.“


Prof. Dr. Martin R. Stuchtey, Co-Founder & Managing Partner, SYSTEMIQ

„Zirkuläre Wirtschaftsprinzipien sind entscheidend, um den Wandel auf Systemebene zu beschleunigen und bessere wirtschaftliche, ökologische und soziale Ergebnisse zu erzielen. Die Circular Economy Initiative ist eine der besten Möglichkeiten, Pioniere zu vernetzen, industrielle Innovationen zu fördern und den gesamtgesellschaftlichen Systemwechsel voranzutreiben, in Deutschland und der Welt.“


Lars Grotewold, Bereichsleiter Klimawandel, Stiftung Mercator

„Der Ansatz der Circular Economy hat ein bisher noch unzureichend berücksichtigtes Potenzial - nicht zuletzt auch für den Klimaschutz. Zum Erreichen unser Klimaziele müssen wir gerade in einem  Industrieland wie Deutschland dieses Potenzial voll ausschöpfen. Die Analysen von acatech und SYSTEMIQ zeigen, dass andere Länder Deutschland hier bereits voraus sind. Wir hoffen, dass die Circular Economy Initiative Deutschland vorhandene Strategien und Netzwerke zu Klimaschutz und Ressourceneffizienz verschränken und der Debatte in Deutschland einen wichtigen Anstoß geben kann.“


Philipp Nießen, Director für Industrie & Innovation, European Climate Foundation

„Konzepte der Kreislaufwirtschaft bieten unserer Industriegesellschaft eine wichtige Perspektive. Wir können Klimaschutz und Rohstoffeffizienz mit einer innovativen, prosperierenden Wertschöpfung verbinden. Deshalb haben wir uns als European Climate Foundation an der initialen Studie zur Circular Economy Initiative Deutschland beteiligt und sehen großes Potential in ihrer Arbeit."


Dr. Christian Hagelüken, Director EU Government Affairs, Umicore

„Energiewende, Mobilitätswende und Klimaschutz sind zentrale Herausforderungen für unsere Gesellschaft, die wir nur gemeinsam mit neuen Technologien und innovativen Geschäftsmodellen bewältigen können. Für technischen Lösungen wie Elektromobilität, erneuerbare Energien oder Digitalisierung werden große Mengen an metallischen Rohstoffen benötigt, die äußerst ressourceneffizient verwendet werden müssen. Ohne eine funktionierende Kreislaufwirtschaft wird sich dies nicht darstellen lassen. Hierfür bedarf es allerdings fundamentaler Änderungen bei Entwicklung, Produktion, Nutzung und dem Recycling von ressourcenrelevanten Produkten, die nur durch innovative, kollaborative Wertschöpfungsketten entlang des Produktlebenszyklus realisiert werden können und durch kohärente gesetzliche Rahmenbedingungen unterstützt werden müssen. Als ein führendes Materialtechnologie- und Recyclingunternehmen will umicore dazu beitragen, im Rahmen der CEID diesen wichtigen Wandel einzuleiten.“


Janez Potočnik, Partner, SYSTEMIQ, ehem. EU-Kommissar

“We should continue working actively to bringing together the leading business actors for the circular economy. Many businesses express that they are not afraid of more regulation but of unfairness, free riders and uncertain risk. If we make policies fair, consistent and reliable, we can work together across policy and business actors for a real transformation.”

„Wir sollten weiterhin aktiv daran arbeiten, die führenden Wirtschaftsakteure der Circular Economy zusammenzubringen. Viele Unternehmen äußern, dass sie keine Angst vor mehr Regulierung, sondern vor Ungerechtigkeit, Trittbrettfahrern und ungewissem Risiko haben. Wenn wir eine faire, konsistente und zuverlässige Politik betreiben, können wir über politische und Wirtschaftsakteure hinweg zusammenarbeiten, um einen echten Wandel herbeizuführen.“

“Circular Economy should be seen as an instrument to deliver decoupling and as a part of the bigger picture of societal and cultural transformation needed to sustain the humanity and its prosperity central to SGD delivery.”

“Die Circular Economy sollte als Instrument zur Entkopplung und als Teil des Gesamtbildes der gesellschaftlichen und kulturellen Transformation betrachtet werden, die wir brauchen um menschlichen Wohlstand zu erhalten und die UN Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.“